Wandern am Meer: An Fehmarns Südküste zum Staberhuk

Eine meiner liebsten Mini-Wanderstrecken ist die Strecke von Katharinenhof zum Staberhuk Leuchtturm auf Fehmarn. Die Südostecke Fehmarns gehört ohnehin zu meine Glücksorten an der Ostsee. Vielleicht ist es die schroffe Steinküste, an der es der sonst so lieblichen Landschaft ja an manchen Orten mangelt. Vielleicht sind es auch die Weißdornhecken, denen nachgesagt wird, dass Elfen darin wohnen. Es mag aber auch der ungetrübte Blick über das blaue Meer bis an den Horizont sein. Wie auch immer: Eine kleine Wanderung – manche würden es Spaziergang nennen – an diese Ecke hebt meine Stimmung.

Los geht’s auf dem Platzplatz Strand Staberhuk (unentgeltlich und mit relativ sauberen Toiletten) bei Staberdorf. Von hier geht es rechts (also nach Süden) am Steinufer entlang. Die Strecke bis zum Leuchtturm beträgt nur rund 2 Kilometer und ist in etwas weniger als einer halben Stunde zurückgelegt.

Der erste Teil des Weges liegt an der Steinküste neben einem Weizenfeld. Auf der Wasserseite erstreckt sich die Ostsee bis zum Horizont. Nachdem man über ein kleines Hindernis im Knick geklettert ist, geht es etwas abwechslungsreicher weiter. Die Steinküste wird steiniger, die Klippe etwas höher und der Weg schlängelt sich etwas mehr Richtung Leuchtturm.

Einmal um die Kehre herum, sind es nur noch ein paar Schritte bis zum Leuchtturm Staberhuk. Der 1904 errichtete und 25 Meter hohe Leuchtturm kann zwar leider nicht besichtigt werden, aber hier ein netter Fun-Fact: Die Laterne stammt vom alten Leuchtturm auf Helgoland und hier wiederverwertet.

Leuchtturm Staberhuk (Foto: Wimber)

Nach einer kleinen Verschnaufpause, geht es für uns den gleichen Weg wieder zurück. Wer noch etwas länger laufen möchte, für den bietet sich noch der Weg über Staberdorf an (etwa auf komoot beschreiben). Ich finde den Blick Richtig Süden, und damit Richtung Puttgarden mit seinen Fährverkehren sowie die gesamte Ostküste hinauf, aber fast noch netter als den Blick in die andere Richtung. So gehen wir die gleiche Strecke zurück. Für etwas mehr Abwechslung könnte eine Stippvisite am Strand mit einer Runde Steine sammeln sorgen. Wer Glück hat, findet vielleicht ja sogar einen versteinerten Seeigel oder besonders schönes Treibgut.

So ist die Mini-Wanderung nach gut einer Stunde schon vorbei. Aber meine Seele ist Glücklich und der Vitamin-Sea-Haushalt wieder aufgefüllt.

Strand und Steilküste im Südosten Fehmarns. (Foto: Wimber)
Über Anne_Kueste 116 Artikel
Moin. Ich heiße Ann-Christin Wimber, bin Freie Journalistin, Autorin und Bloggerin. Ich schreibe seit 15 Jahren für zahlreiche Fach- und Publikumszeitschriften, betreibe das Internetportal europas-kuesten.de und habe bis dato zwei Bücher verfasst. Natürlich beschäftigen sich diese mit dem Meer im weitesten Sinne ("Meerglas - suchen, finden, bestimmen" (2014); "Familienerlebnisführer für die Probstei und das Umland" (2017)). Mit dem Blog "Mein Meer" will ich das teilen, was mir am Herzen und meiner Seele am nächsten liegt - das Meer mit allen seinen Facetten.

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