Strandfund: Hat er Seeigel sein Herz verloren?

Meereskartoffel (Foto: Wimber)

Als ich das erste Mal auf Juist an den Strand ging, lagen dort diese komischen weißen Gebilde im Sand. Als ich versuchte, die Schalen aus dem Sand zu pulen, musste ich feststellen, dass diese sehr zerbrechlich sind.

Als Ostsee-Kind habe ich diese Gebilde noch nie gesehen, lernte aber nach einem Blick ins Internet, dass es sich hierbei um das Skelett des Herzigels, auch Heereskartoffel genannt, handelt.

Herzigels (Echinocardium flavescens) oder auch Herzseeigels sind eigentlich nie lebend zu finden, da sie im Sand vergraben, meistens in zehn Zentimetern Tiefe, im Meeresgrund leben. Sie graben sich hier vorwärts und suchen dabei nach Nahrung im Boden. Mit einem Tunnel zur Oberfläche sorgt er für den Zufluss von Frischwasser. 

Bei meinem nächsten Strandspaziergang nahm ich eine Dose und Küchenkrepp mit und legte die paar heilen Skelette, die ich finden konnte, vorsichtig für den Transport nach Hause hier hinein.

Über Anne_Kueste 118 Artikel
Moin. Ich heiße Ann-Christin Wimber, bin Freie Journalistin, Autorin und Bloggerin. Ich schreibe seit 15 Jahren für zahlreiche Fach- und Publikumszeitschriften, betreibe das Internetportal europas-kuesten.de und habe bis dato zwei Bücher verfasst. Natürlich beschäftigen sich diese mit dem Meer im weitesten Sinne ("Meerglas - suchen, finden, bestimmen" (2014); "Familienerlebnisführer für die Probstei und das Umland" (2017)). Mit dem Blog "Mein Meer" will ich das teilen, was mir am Herzen und meiner Seele am nächsten liegt - das Meer mit allen seinen Facetten.

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