Vor allem im Herbst und Winter liegen komische schwarze Päckchen am Strand von Nord- und Ostsee. Wer genau hinsieht, erkennt an den lederartigen Gebilden noch Reste von Schnüren? Ist der Meerjungfrau ihre Geldbörse abhanden gekommen? Nein. Diese vertrockneten Hüllen sind Eikapseln von Rochen – im Bild: die Eihülle eines Nagelrochens.

Tatsächlich gibt es der letzten Zählung zufolge 19 Knorpelfischarten für die deutschen Meeresgebiete von Nord- und Ostsee identifiziert, zehn Arten haben sich den Forschen zufolge etabliert. Eine Art – der Gewöhnliche Stechrochen – gilt allerdings als verschollen oder ausgestorben. Alle anderen Knorpelfische stehen auf der Liste der Gefährdenden Arten. Dazu gehört der Kleingefleckte Katzenhai Scyliorhinus canicula, der Nagelrochen Raja clavata, der Hundshai Galeorhinus galeus und der Sternrochen Amblyraja radiata. Der Kuckucksrochen Leucoraja naevus sowie der Fleckrochen Raja montagui sind bereits extrem selten.

Die Fische hängen ihre Eikapseln an Algen oder in Seegraswesen. Bei Sturm und unruhiger See werden die Hüllen dann abgerissen und landen am Strand. Im Aquarium – zum Beispiel in Kiel – dann man sich ein Bild davon machen, wie Rochen und ihre Eikapseln aussehen.

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