Wenn es jetzt am Strand schön leer ist, sehe ich sie immer öfter: Reiter, die ihre Pferde durch die seichten Wellen der Ostseeküste laufen lassen. Es ist immer wieder in toller Anblick. Liegt es an der Urtümlichkeit? Schon die Slawen müssen ja eigentlich hier entlang geritten sein. Und irgendwie locken Pferd und Reiten am Strand mir immer ein sehnsüchtiges Lächeln auf die Lippen. Dabei reite ich nicht mal 🙂

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir die meiste Zeit des Jahres Reittiere ein eher ungewöhnlicher Anblick an unseren Stränden sind. In der Probstei und auch in anderen Regionen wie an der Hohwachter Bucht oder am Sehlendorfer Strand ist es außerhalb der Saison (meistens von November bis Mitte März) erlaubt, das Pferd mit an den Strand zu nehmen – wie an den meisten Ostseeorten. Allerdings sollten sich Reiter vorher erkundigen, an welchen Strandabschnitten das Mitführen der Pferde erlaubt ist (in Laboe etwa nur am Naturstrand). An einigen Stränden ist das Reiten außerdem oft nur zu bestimmten Tageszeiten erlaubt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Regionen, wo das Strandreiten ganzjährig möglich ist etwa am Stolper Ort in der Rostocker Heide.

Worum alle Ostseegemeinden bitten: Rücksicht nehmen. Es könnte nämlich sein, dass einige Menschen Angst vor den großen Tieren haben. Außerdem sollen die Pferdeäpfel eingesammelt werden.

An der Nordsee ist das Reiten am Strand oder strandnah in einigen Regionen und auf vielen Inseln ganzjährig möglich. Allerdings sind auch hier viele Strände den Badegästen und Urlaubern vorbehalten. Dafür gibt es hier zahlreiche ausgewiesen Reitstrecken durch Dünen und Meerkiefernwälder.

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