Die Sonne gleitet als oranger Ball dem Horizont entgegen. Zu dieser Abendstunde kann man ihr beim Untergehen zusehen. Ihre Strahlen überziehen das Meer vor mir mit einem goldenen Farbton, sodass die kleinen, feinen Wellen zu glitzern scheinen.

Die Kinder springen von der Buhne in eine tiefe Stelle im Wasser. Wo es aufspritzt, verteilt es einen orang-leuchtenden Nebel. Ansonsten sind sie nur noch als dunkle Gestalten in glitzernden Meer wahrzunehmen. Ihre begeisternden Rufe jedoch dringen bis an den dunkler werdenden Strand. Kalt scheint die Ostsee an diesem Frühsommerabend nicht zu sein – darauf lässt zumindest das lange Tauchen und Toben schließen.

Was wohl die Flundern und Strandkrabben dazu sagen, dass sich zu so später Stunde noch Badende in ihren Schlafzimmern herumtreiben. Ein Kind hüpft schreiend zur Seite – ist es vielleicht auf einen der Plattfische getreten, der dann schnell unter dem Fuß wegschwamm und dabei die Sohle kitzelte? Das Mädchen lässt sich rückwärts ins Wasser fallen. Die Spritzer fallen wie ein kleines Feuerwerk ins Meer zurück.

Die Sonne ist jetzt fast verschwunden – ebenfalls ins Meer gefallen. Die Kinder laufen durchs flache Wasser zum Strand, um sich abzutrocknen. Ein letztes Glimmen der aufgewirbelten Wassertropfen, dann wird es ruhig auf der Oberfläche. Nur noch kleine Silberwellen plätschern leise an den Strand.

Abends am Meer. Was gibt es Schöneres?

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