Vor allem nach stürmischen Tagen findet man am Strand so komische gelbe Gebilde. Irgendwie sehen sie etwas eklig aus, schleimig. Sind sie aber gar nicht. Wer sich traut und die wenige Zentimeter großen Fundstücke in die Hand nimmt, wird feststellen: fühlt sich schwammig an. Denn genau das sind diese Klumpen: Schwämme. Genauer: Brotkrumenschwämme.

Diese einfachen Tierchen leben an Riffen am Meeresgrund. Sie leben auf Steinen, Muschelbänken und auch Seemoos. Neben ihrer Farbe und Konsistenz erkennt am die Tiere an ihrer Bauweise: klumpig, mit meistens runden Löchern. Sie können auch schrotförmig gebaut sein.

Der Schwamm reinigt das Meerwasser. Poren auf seiner Oberseite saugen das Wasser an, reinigen es – wobei die Nährstoffe dem Tier als Nahrung dienen – und spucken das saubere Wasser wieder aus. So sind sie ein guter Indikator für Wasserqualität.

Trocknen die Schwämme aus, werden sie gräulich und hart. Natürlich sind diese zarten Gebilde empfindlich. Es ist mir noch nie gelungen, einen frischen Schwamm mitzunehmen, da er beim Transport zerfallen ist. Bei den harten Resten habe ich mir noch nie die Mühe gemacht, sie mitzunehmen – obwohl sie bestimmt tolles Bastelmaterial angeben würden.

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