Schrevendorfer Milchkanne: Regional und fair einkaufen

Regional und fair einkaufen, dazu noch nachhaltig – ich finde das ist heutzutage gar nicht so schwer. Zumindest gibt es in der Region einige Anbieter, die ihre Produkte direkt verkaufen. Heute war ich das erste Mal in der Schrevendorfer Milchkanne. Sie liegt leider nicht auf meinen täglichen Routen und ich musste einen kleinen Umweg fahren, aber für meinen Geschmack – Doppeldeutung gewollt 🙂 – hat es sich gelohnt.

Zur Vorbereitung habe ich schon in der vergangenen Woche schon Milchflaschen gesammelt und abgewaschen. Diese habe ich dann heute in meinen Beutel gepackt und bin in Schrevendorf vorbei gefahren.

Ich war nicht die Einzige, die hier Milch geholt hat. Die Dame, die gerade ihr Auto bestieg, hatte noch Kartoffeln gekauft. Als ich aus dem Auto steige, werde ich gleich von einem netten Hund – Schäferhund-Border-Collie-Mischling würde ich sagen – begrüßt, der mich nach Leckeres fragt. Habe ich leider nicht. Trotzdem begleitet mich die freundliche Hundedame zur Zapfstelle.

In einer ehemaligen Gartenhütte steht der große Metallzylinder mit der gekühlten Milch. Ein Bild weist mich darauf hin, dass ich die Milch abkochen sollte. Anders als Milch aus dem Supermarkt ist die frische Kuhmilch nämlich nicht wärmetechnisch behandelt. Auch für Menschen, die Kalorien zählen, ist die Frischmilch nicht unbedingt geeignet – sie enthält 3,7 Prozent Fett.

Ich hole meine Milchflaschen hervor und halte sie unter den Zapfhahn. Die weiße Flüssigkeit läuft leicht schäumend hinein. Mögliche Klecksereien fängt ein rosafarbener Eimer unter dem Hahn auf. Ein Lappen liegt bereit, mit dem ich übergelaufene Milch abwischen kann. Das Geld darf ich in einen Schlitz in der linken Seite der Hütte – dort wo die Metallwand ist – schmeißen. Fast hätte ich den Einwurfschlitz vor lauter kleinen Zettelchen und Bildchen mitreisender Kinder nicht gesehen. Macht nichts – auch wer seinen Euro pro Liter auf Regale oder Fensterbretter legt, hat bezahlt. 1 Euro. Unschlagbar, finde ich. Ich komme wieder.

Frisch und fair: direkt gehandelte Milch in der Probstei. (Fotos: Wimber)

Im Mai 2016 durften die ersten Kunden in der Schrevendorfer Milchkanne Milch zapfen. Je nach Saison und Uhrzeit bieten Thomas Schröder und sein Team auch Obst, verschiedenes Gemüse und Eier an.

Adresse: Schrevendorf 15, 24253 Probsteierhagen
Öffnungszeiten: 8 – 20 Uhr

Über Anne_Kueste 116 Artikel
Moin. Ich heiße Ann-Christin Wimber, bin Freie Journalistin, Autorin und Bloggerin. Ich schreibe seit 15 Jahren für zahlreiche Fach- und Publikumszeitschriften, betreibe das Internetportal europas-kuesten.de und habe bis dato zwei Bücher verfasst. Natürlich beschäftigen sich diese mit dem Meer im weitesten Sinne ("Meerglas - suchen, finden, bestimmen" (2014); "Familienerlebnisführer für die Probstei und das Umland" (2017)). Mit dem Blog "Mein Meer" will ich das teilen, was mir am Herzen und meiner Seele am nächsten liegt - das Meer mit allen seinen Facetten.

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