Geotanium: Dinos, Steine und Schätze erforschen

Geotanium — Die große Welt der Steine ist ein Ausflug in die Vergangenheit der Erde. In Gettorf an der Ostsee können große und kleine Forscher Fossilien untersuchen, stinkende Steine kennenlernen, Experimente machen, Dinosaurier-Knochen ausgraben und nach Schätzen buddeln. 

Der Geologe Johannes Jannsen – den die Kinder und ich schon von Sommeraktionen in der Probstei kennen und der uns immer Hühnergötter abkauft – hat vor ein paar Jahren in Gettorf das Geotanium eröffnet. Vor einiger Zeit haben wir uns angeschaut, was es hier eigentlich zu erleben gibt – und waren begeistert. Das Geotanium ist für alle Kinder und Erwachsenen, die sich für Erdgeschichte und Geologie interessieren, ein wahrer Entdecker- und Abenteuerspielplatz.

Der große Raum ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die optisch durch Vitrinen und Ausstellungsstücke voneinander getrennt sind. Die Kinder wurden gleich vom Forscherzelt angezogen. Hier entdeckten sie magnetischen Sand, nutzen einen „Fernsehstein“ als Lupe, fanden heraus, woher der Stinkende Stein seinen Namen hat und konnten sich Fossilien unter der Lupe ansehen.

Danach machten wir uns die Ärmel nass und schürften erst einmal Gold im Wasserbecken. Überhaupt können die Kinder im Geotanium viel buddeln. Auch das Dinosaurier-Skelett müssen sie wie echte Forscher erst einmal mit Pinseln unterm Sand herausarbeiten. Während wir pinselten, schaute uns eine ganze Herde unterschiedlicher Dinosaurier bei der Arbeit zu. Diese sanden nämlich auf einem Tisch am Rand der Sandgrube und warteten darauf, dass sich kleine Jungen mit ihnen beschäftigen. (Entschuldigung – aber kleine Mädchen, die mit Dinos spielen, kenne ich leider nicht…) Ich fand auch die großen Schautafeln interessant, die mir sagten, welche Fossilien ich am Strand finden kann. Denn ich habe mich so manches Mal gefragt, ob mein Fundstück wohl eine lange Erdgeschichte hinter sich hat.

Meditatives Schätze suchen.

Nachdem das Skelett freigelegt und der Fund anhand von Schautafeln bestimmt war, ging es nach hinten in die Ecke in eine dunkle Mine. Hier warteten Edelsteine drauf, herausgespielt zu werden. Jedes Kind durfte einen kleinen Plastikbeutel vollfüllen – Eimer, Siebe und Harken lagen bereit. Es hat ja etwas Meditatives, den Sand zu durchkämmen und nach den kleinen bunten Steinen zu suchen… Lag vielleicht aber auch an der schummrigen Atmosphäre.

Nach gut zwei Stunden blieb uns nur noch eine Station – die kostet allerdings extra (3 Euro). Hier können wir entweder Bernstein schleifen oder Fossilien aus ihrer Hülle arbeiten. Da wir ersteres bereits von den Aktionen in der Probstei kennen, greifen wir uns Hammer, Nagel (als Meißel-Ersatz) und Schutzbrille und machen uns an die Arbeit. jetzt gilt es, vorsichtig zu arbeiten, damit der verborgene Schatz nicht aus Versehen kaputt geht.

Was da wohl verborgen ist?

Schließlich kommt langsam ein Ammonit zum Vorschein, der vorsichtig von allem überschüssigen Gips befreit wird und dann zu den anderen Schätzen in die Tasche wandert.

Fazit: Ein toller Nachmittag für kleine Forscher und Naturinteressierte. Auch wenn du nicht unbedingt auf Dinos stehst, es ist ziemlich cool zu sehen, was Steine alles können und wie alt unsere Erde eigentlich schon ist.

Eckernförder Chaussee 5, 24214 Gettorf, Tel.: 04346-602902
www.geotanium.de

Öffnungszeiten: Di-Fr: 14-18 Uhr, Sa+So: 13-18 Uhr – Eintritt: 6 Euro

Hier können auch Kindergeburtstage gefeiert werden!

Fotos: A. Wimber
Diesen Entdecker-Vorschlag findet ihr auch im Buch „Familienerlebnisführer für die Probstei und das Umland“ in der aktuellen, digitalen Version.


Über Anne_Kueste 112 Artikel
Moin. Ich heiße Ann-Christin Wimber, bin Freie Journalistin, Autorin und Bloggerin. Ich schreibe seit 15 Jahren für zahlreiche Fach- und Publikumszeitschriften, betreibe das Internetportal europas-kuesten.de und habe bis dato zwei Bücher verfasst. Natürlich beschäftigen sich diese mit dem Meer im weitesten Sinne ("Meerglas - suchen, finden, bestimmen" (2014); "Familienerlebnisführer für die Probstei und das Umland" (2017)). Mit dem Blog "Mein Meer" will ich das teilen, was mir am Herzen und meiner Seele am nächsten liegt - das Meer mit allen seinen Facetten.

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