Schnorchelsafari: Die Unterwasserwelt der Ostsee erkunden

Schnorchelsafari in Kiel-Holtenau - Wr entdecken die Unterasserwelt der Ostsee

Durch Zufall sind wir neulich auf ein richtig cooles Projekt gestoßen: die Schorchelsafari. Angeboten wird die vom BUND im Zuge des deutsch-dänischen UNDINE-II-Projekts. An verschiedenen Strandorten können Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene gemeinsam mit einem BUND-Mitarbeiter auf Tauchstation gehen und die Unterwasserwelt der Ostsee entdecken.

Wir meldeten uns für einen Termin in Kiel-Holtenau an, überwiesen die neun Euro pro Person und waren zu frühen Stunde an der Badeanstalt in Holtenau (in die ich bis dahin auch noch keinen Fuß gesetzt hatte – sehr nett!!). Nachdem wir in die Badeanzüge geschlüpft waren, führte Svenja uns erst einmal zum etwas entfernt abgestellten Anhänger, in dem Neoprenanzüge, Flossen, Schnorchel und Masken in allen möglichen Größen lagerten. Wir hatten unsere eigenen Sachen mit, aber Neoprenkappe und Füßlinge nahmen wir dann doch, nachdem Svenja meinte, es würde doch sehr kalt werden, da wir rund 45 Minuten fast bewegungslos durch die Ostsee treiben würde…

Umziehen am Schnochel-Anhänger: Neoprenanzug, Füßlinge und Hauben gehören dazu

Ausgestattet mit allem Nötigen ging es dann ins Wasser. Wir versammelten uns kurz, schnorchelten dann zu einer Spundwand, die die Badeanstalt abgrenzt und warfen dabei schon mal einen Blick durch die Maske. Wir schnorcheln recht oft und sind die ungewohnte Situation gewohnt. Das Atmen fällt schwerer, das Gesichtsfeld ist eingeschränkt und man ist von Wasser umgeben. Eine junge Frau in unserer Gruppe fand das zunächst auch etwas beklemmend. Svenja half ihr aber über die Frucht hinweg und sie schloss sich schließlich der Schnorcheltruppe ohne Probleme an. An der Spundwand zeigte Svenja uns flitrierende Miesmuscheln und wir entdeckten sogar eine kleine Anemone. Ein Schwarm kleiner Grundeln hatte sich im lichtdurchfluteten Wasser am Ende versammelt und wunderte sich bestimmt über die glotzäugige Truppe, die sie dort erspäht hatte.

Auf geht es zur abenteurlichen Entdeckungstour in der Ostsee
Warm eingepackt: Auf geht’s zur abenteuerlichen Schnorchelsafari in die Ostsee
Ein Schwarm Grundeln versucht nicht gefressen zu werden

In Ufernähe zeigte Svenja uns dann Krabben und Seesterne, die sich in den Seegras- und Blasentangfeldern versuchten zu verstecken. Ich war etwas geschockt von den Algen – leider habe ich vergessen, wie sie heißen – die auf dem Blasentang wachsen und von der Überdüngung der Ostsee zeugen.

Schließlich führte Svenja uns noch unter den Steg der Seebadeanstalt. An den Pfählen, zwischen den Muscheln, und auf den Steinen am Boden wuchsen Ostseeschwämme. Die Steingarnelen, die im Gegensatz zu dem Sandgarnelen dunkel sind, schafften es fast, sich zwischen den schwarzen Miesmuscheln zu verstecken.

Nach 45 Minuten wurde mir tatsächlich kalt. Gut dass wir dann rausgingen. Schnell noch duschen und die Ausrüstung säubern, dann versammelten wir uns in dem kleinen Seminarraum der Badeanstalte, wo Svenja uns dann noch mal erkläre, was wir da eigentlich alles gesehen hatten.

Nach drei Stunden war alles vorbei, wir brachten die Sachen zum Anhänger zurück und verabschiedeten uns. Das war wirklich einen nette Aktion, die viel Spaß gemacht hat und bei der sogar wir alten Ostsee-Veteranen noch etwas gelernt haben.

Das Video unserer Safari gibt es hier (Film: Zoe Johanning, Schnitt: Ann-Christin Wimber)

Über Anne_Kueste 94 Artikel
Moin. Ich heiße Ann-Christin Wimber, bin Freie Journalistin, Autorin und Bloggerin. Ich schreibe seit 15 Jahren für zahlreiche Fach- und Publikumszeitschriften, betreibe das Internetportal europas-kuesten.de und habe bis dato zwei Bücher verfasst. Natürlich beschäftigen sich diese mit dem Meer im weitesten Sinne ("Meerglas - suchen, finden, bestimmen" (2014); "Familienerlebnisführer für die Probstei und das Umland" (2017)). Mit dem Blog "Mein Meer" will ich das teilen, was mir am Herzen und meiner Seele am nächsten liegt - das Meer mit allen seinen Facetten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*