Strandbesuch: Helgolands Süd- und Nordstrand & Düne

Von der Jugendherberge aus ist der Strand gut zu erreichen

Wer an Helgoland denkt, dem fällt vermutlich nicht als erstes ein toller Sandstrand ein. Die Lange Anna, James Krüss, Lummen oder zollfreier Einkauf sind wohl eher die Stichworte, die einem einfallen. Aber Helgoland ist von Wasser umgeben, lockt jedes Jahr zehntausende Touristen an und hat natürlich auch Strände. Allerdings sei hier erwähnt, dass die Strände der Hauptinsel sich nicht oder nur bedingt zum Baden eignen; die meisten Leute besuchen die Düne, die Badeinsel, wenn sie sich im kühlen Nordseewasser abkühlen wollen.

Schon von weitem ist zu erkennen, dass Deutschlands einzige Hochseeinsel aus zwei Teilen besteht: der Hauptinsel, die schroff und dicht bebaut aus der Nordsee ragt und der kleinen, lieblichen Nebeninsel, die Düne. Willst du keine weiten Wege zum nächsten Bäcker, Restaurant oder deiner Pension, bist du auf der Hauptinsel genau richtig. Der Südstrand am Hafen bietet dir alles was du brauchst: Toiletten findest du (für 50 Cent) auf der Landungsbrücke – ist auch meistens sehr sauber – ebenso wie die Herren und Damen vom Roten Kreuz, die mit Rollator und Pflaster weiterhelfen können. Eis gibt es gleich um die Ecke auf dem Lungwai. Auch Brötchen, Pizza, Getränke und Fischbrötchen sind hier zu haben. Oberhalb des Strandes hat die Gemeinde einen riesigen neuen Abenteuerspielplatz gebaut – hier wird es den Kinder garantiert nicht langweilig. Und wenn doch, lockt der Sand zum Burgen bauen. (Wer Eimer und Schaufel nicht parat hat, kann beides natürlich gleich um die Ecke kaufen!) Baden geht hier auch, aber schön ist es nicht wirklich.

Am Nordstrand ist das Baden verboten. Dafür ist hier der Blick weiter und der Sand weißer. Insbesondere für Gäste der Jugendherberge ist dieser Strand toll – da ist das nächste Klo auch nicht so weit. Andere Strandbesucher müssten schnell in die Dünen gehen oder zurück zum Yachthafen gehen. Die (kostenferei) Toilette ist gleich neben der Bücherei. Toll ist dieser Strand besonders am Abend. Hier lässt es sich herrlich sitzen und den Sonnenuntergang genießen.

Mit der Dünenfähre gelangst du von der Landungsbrücke aus zur Düne. (Der Fahrschein ist automatisch auch für die Rückfahrt gültig. Vorzeigen musst du ihn dann nicht, schließlich fährt kein anderes Schiff zwischen den Inselteilen hin und her.) Auch hier gibt es eine Nord- und eine Südseite. Auf der Südseite ist der ausgewiesene Badestrand samt DRLG-Turm und Rettungsschwimmer. Wer Glück hat, dem schwimmt beim Baden ein Seehund vor die Nase. Die Tier sind nämlich super neugierig. Ich habe schon gesehen, wie sich ein Tier mit einem Rettungsschwimmer ein Wettrennen geliefert hat und ganz enttäuscht war, als dieser mit seinem Brett wieder an den Strand gegangen ist. Toiletten findest du mittig auf der Insel, gleich am Dünenrestaurant, wo es auch Kleinigkeiten, Helgoländer Leckereien und Getränke gibt. Sollte kein Badewetter sein, kannst du auch eine Tour rund um die Insel machen. An der Ostseite liegen haufenweise Steine – rote Feuersteine sollen auch dabei sein. Aber bitte nicht am Strand zertrümmern, sonst laufen andere Menschen barfuß oder die Seehunde mit ihren dicken Bäuchen da rein und schneiden sich!

Über Anne_Kueste 94 Artikel
Moin. Ich heiße Ann-Christin Wimber, bin Freie Journalistin, Autorin und Bloggerin. Ich schreibe seit 15 Jahren für zahlreiche Fach- und Publikumszeitschriften, betreibe das Internetportal europas-kuesten.de und habe bis dato zwei Bücher verfasst. Natürlich beschäftigen sich diese mit dem Meer im weitesten Sinne ("Meerglas - suchen, finden, bestimmen" (2014); "Familienerlebnisführer für die Probstei und das Umland" (2017)). Mit dem Blog "Mein Meer" will ich das teilen, was mir am Herzen und meiner Seele am nächsten liegt - das Meer mit allen seinen Facetten.

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