Strandfund: Was ist eigentlich ein Schwamm?

Vor allem nach stürmischen Tagen findet man am Strand so komische gelbe Gebilde. Irgendwie sehen sie etwas eklig aus, schleimig. Sind sie aber gar nicht. Wer sich traut und die wenige Zentimeter großen Fundstücke in die Hand nimmt, wird feststellen: fühlt sich schwammig an. Denn genau das sind diese Klumpen: Schwämme. Genauer: Brotkrumenschwämme.

Diese einfachen Tierchen leben an Riffen am Meeresgrund. Sie leben auf Steinen, Muschelbänken und auch Seemoos. Neben ihrer Farbe und Konsistenz erkennt am die Tiere an ihrer Bauweise: klumpig, mit meistens runden Löchern. Sie können auch schrotförmig gebaut sein.

Der Schwamm reinigt das Meerwasser. Poren auf seiner Oberseite saugen das Wasser an, reinigen es – wobei die Nährstoffe dem Tier als Nahrung dienen – und spucken das saubere Wasser wieder aus. So sind sie ein guter Indikator für Wasserqualität.

Trocknen die Schwämme aus, werden sie gräulich und hart. Natürlich sind diese zarten Gebilde empfindlich. Es ist mir noch nie gelungen, einen frischen Schwamm mitzunehmen, da er beim Transport zerfallen ist. Bei den harten Resten habe ich mir noch nie die Mühe gemacht, sie mitzunehmen – obwohl sie bestimmt tolles Bastelmaterial angeben würden.


http://ostsee-life.nabu.de/de/Steinriff
Über Anne_Kueste 87 Artikel
Moin. Ich heiße Ann-Christin Wimber, bin Freie Journalistin, Autorin und Bloggerin. Ich schreibe seit 15 Jahren für zahlreiche Fach- und Publikumszeitschriften, betreibe das Internetportal europas-kuesten.de und habe bis dato zwei Bücher verfasst. Natürlich beschäftigen sich diese mit dem Meer im weitesten Sinne ("Meerglas - suchen, finden, bestimmen" (2014); "Familienerlebnisführer für die Probstei und das Umland" (2017)). Mit dem Blog "Mein Meer" will ich das teilen, was mir am Herzen und meiner Seele am nächsten liegt - das Meer mit allen seinen Facetten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*